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Kunst Auktion 20. - 22. November 2007, Germann Auktionshaus, Zürich

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Kunst Katalog, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Auktion vom 20. - 22. November 2007, Germann Auktionshaus, Zürich. Bedeutende Gemälde, Skulpturen, Aquarelle, Zeichnungen, Multiples, Fotografie, Bedeutende Internationale Druckgrafik, Portfolios und Kunstbücher, Internationale Druckgrafik.

18 Giacometti Giovanni

18 Giacometti Giovanni 1868-1933 CH Monte Forno, 1921 Öl auf Leinwand. H 1155 mm B 1075 mm. Monogrammiert und datiert. Rückseitig signiert, datiert und bezeichnet: “Maloja”. Provenienz: Sammlung Karl Balsiger, Solothurn; Schweizer Privatbesitz. Ausstellung: Zürich, Kunsthaus, Ernest Bolens, Giovanni Giacometti (u.a.), 1922, Nr. 57 (Herbst); Genève, Bâtiment Electoral et Musée Rath, XVe Exposition nationale des Beaux-Art, 1922, Nr. 166. Literatur: Registro dei quadri, no 2, Seite 46, Nr. 406; Hans Trog. “ Kunstchronik. Im Zürcher Kunsthaus, I”. Artikel in der “Neuen Zürcher Zeitung”, Nr. 700, 1922; Elisabeth Esther Köhler. Giovanni Giacometti, 1868-1933. Leben und Werk mit Werkverzeichnis. Zürich, Fischer, (o.J.), (1969). Seiten 28, 75, 77, Nr. 299, Seite 60 (Abbildung); Paul Müller/Viola Radlach. Giovanni Giacometti, 1868-1933. Werkkatalog der Gemälde. Zürich, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, 1997. Band II-2. Nr. 1921.36 (Abbildung). (CHF 1’500’000.-/2’000’000.-) (EUR 900’000.-/1’200’000.-) 1921 hatte Giovanni Giacometti (1868-1933) den Zenit seiner Künstlerkarriere erreicht. Im vorangehenden Jahr waren ihm grosse Retrospektiven in den Kunsthallen von Bern und Basel gewidmet worden; neue Sammlerkreise erschlossen sich ihm. Und nicht nur sein malerisches Schaffen stand in höchstem Ansehen, auch in der Kunstpolitik des Bundes war seine Meinung gefragt; er war Mitglied der eidgenössischen Kunstkommission und wurde 1922 in die eidgenössische Kommission der Gottfried Keller-Stiftung gewählt. Neben seinem Geburts- und Wohnort Stampa, das, tief unten im Bergell, im Herbst und Winter meist im Schatten liegt, galt dem hochgelegenen Maloja mit seinen umringenden Bergen, Tälern und Seen seine besondere Liebe. Seit 1909 nutzte Giovanni Giacometti mit seiner Familie, Annetta, den drei Söhnen und seiner Tochter Ottilia, ein Haus in Capolago, am Kopf des Silsersees, als Feriendomizil und als Ausgangspunkt unzähliger künstlerischer Expeditionen. Das Licht, die häufig wechselnde, oft spektakuläre Witterung, das Spiel der Farben im Kreislauf der Jahreszeiten faszinierten ihn. In Hunderten von Zeichnungen, Aquarellen und Ölbildern hielt er die Landschaft und jeden einzelnen Gipfel im Umfeld fest. Die nebenstehende Landschaft - Paesagggio Forno nannte er sie in seinem Verkaufsbuch - ist ein besonders eindrückliches Beispiel für die Begeisterung, die Giacometti zeitlebens für die Natur und seine heimatliche Bergwelt empfand. Der reife, über fünfzigjährige Künstler wusste ihr in dieser späten Lebensphase nochmals neue, überraschende Seiten abzugewinnen. Hatte Giacometti den Monte del Forno und den sich davor erhebenden Pizzo dei Rossi in früheren Jahren aus der Nähe, als einzelnes hochragendes Gebirgsmassiv festgehalten, so rückte er seinen Protagonisten hier in die Mitte des Hintergrundes, wo ihm, am Schnittpunkt zwischen Erde und Himmel, wiederum eine prominente Rolle zukommt. In ihm spiegelt sich der Farbenzauber des Vordergrundes und des himmlischen Wolkenspiels in sanften Brechungen. Zur Inszenierung dieses weiten, erhabenen Landschaftsraumes wusste sich Giacometti geschickt die Gesetze der Luft- und Farbenperspektive zunutze zu machen. Das farbige, irdische Feuerwerk der Vegetation im Vordergrund, die leuchtende Wasserfläche des Silsersees heben sich wirkungsvoll ab von der ätherischen Bläue der Berg- und Himmelspartie. Die pyramidale Majestät der Berge erfährt in der Lichtregie, der der Künstler hier breiten Raum gewährte, eine zusätzliche Steigerung. Im Jahr vorher hatte er erstmals in der Maloja-Landschaft Die Lerche (heute im Kunstmuseum Chur) dem Himmelsgeschehen eine solch grosse Bedeutung beigemessen, das er hier durch eine zarte kubistische Facettierung mit Anklängen an den Orphismus des Lichtkünstlers Robert Delaunay variierte. Von einer pantheistischen Ehrfurcht vor der Schöpfung war Giovanni Giacometti zeitlebens beseelt, in diesem Gemälde vereinen sich Diesseitigkeit und Transzendenz auf besonders eindrucksvolle Weise. Viola Radlach, lic. phil. (Co-Autorin Werkkatalog)

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