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Kunst Auktion 23. - 25. Mai 2011, Germann Auktionshaus, Zürich

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Kunst Katalog, Moderne und Zeitgenössische Kunst, Auktion vom 23. - 25. Mai 2011, Germann Auktionshaus AG, Stockerstrasse 38, 8002 Zürich. Bedeutende Gemälde, Skulpturen, Aquarelle, Zeichnungen, Multiples, Fotografie, Bedeutende Internationale Druckgrafik, Portfolios und Kunstbücher, Internationale Druckgrafik.

Marcelle Cahn

Marcelle Cahn (Strassburg 1895 - Neuilly-sur-Seine 1981) Marcelle Cahn wurde in Strassburg geboren und verbringt ihre Studienjahre von 1914 bis 1923 in Berlin und Paris. Mit 19 Jahren wird sie Schülerin im Berliner Atelier von Eugène Spiro und Lovis Corinth, in der französischen Hauptstadt belegt sie Kurse bei Fernand Léger und Amédée Ozenfant an der Académie Moderne. In Paris zeigt der Galerist Léonce Rosenberg als erster die Bilder von Cahn. Er war auch ein früher Sammler und Förderer kubistischer Kunst von Pablo Picasso, Auguste Herbin, Juan Gris und Fernand Léger. 1925 präsentiert Marcelle Cahn in der Pariser Ausstellung “Art d’Aujourd’hui” zwei Gemälde, ein abstraktes und ein puristisches. Ein Jahr später nimmt sie an einer Manifestation der “Société Anonyme” im Brooklyn Museum in New York teil. Im Jahre 1930 stellt die Künstlerin mit der Gruppe “Cercle et Carré” in der Rue la Boétie aus, wo die wichtigste Ausstellung geometrischer und politischer Kunst zwischen den beiden Weltkriegen stattfindet. Kurz darauf verlässt sie Paris und kehrt nach Strassburg zurück. Erst nach Kriegsende, ab 1947, richtet sich Marcelle Cahn ein Atelier in Paris ein. Im folgenden Jahr findet ihre erste Ausstellung im Salon des Réalistes Nouvelles statt und es schliessen sich bis 1967 weitere Präsentationen an. Im Allgemeinen wird Marcelle Cahn in den fünfziger Jahren sehr häufig von renommierten Galerien gezeigt: Breteau, Voyelles, Creuze, Suzanne Michel, Arnaud, Simone Heller, Charpentier, Colette Allendy. Ab 1961 stellt Marcelle Cahn auch bei Denise René aus und erhält 1966 schliesslich einen Vertrag in der Galerie, der Mitte der siebziger Jahre erneuert wird und bis an ihr Lebensende bestehen bleibt. Die Künstlerin Marcelle Cahn hat in ihrem mehr als fünf Jahrzehnte dauernden Schaffen ein abstrakt-geometrisches Werk mit einer eigenen formalisierten Bildsprache hervorgebracht, nicht zuletzt durch ihre Freundschaften mit einigen der bedeutendsten Malern, Galeristen und Kunstkennern des 20. Jahrhunderts. Auf bemerkenswerte Weise ist es der Künstlerin dabei gelungen, unabhängig von zeitgenössischen Kunstbewegungen und dem politischen Klima ihrem individuellen Ausdruck treu zu bleiben sowie ein persönliches ästhetisch-ethisches Kunstverständnis zu entfalten und dieses in ihrer Kunst zu verwiklichen. In den zwanziger Jahren entwickelt Marcelle Cahn verschiedene Bildsprachen. In der Académie de la Grand Chaumière am Montparnasse zeichnet sie nach Modell, allerdings ist dieses immer häufiger nur noch Ausgangspunkt für eine von der Realität unabhängige Komposition. In der Folge entstehen Skizzen im Stil des synthetischen Kubismus und eine grosse Zahl abstrakter Arbeiten. Marcelle Cahns künstlerisches Talent ist bereits in der sehr frühen Tuschfederzeichnung Sans titre, 1911 (Kat.-Nr. 1031) erkennbar, die sie als 16-Jährige zu Papier brachte. Die geometrische Formgebung der Figur ist auch später in der mit dem Kubismus verwandten Bleistiftzeichnung Baigneuses, 1925 (Kat.-Nr. 1032) wieder zu entdecken. In den Jahren zwischen 1930 und 1945 ist in den Werken Marcelle Cahns eine Abwendung von der Geometrie festzustellen. Es entstehen Zeichnung nach der Natur, Akte und Porträts. Es ist eine Phase mit einer formal und farblich ausdrucksstarken, von der primitiven Kunst inspirierten Sprache. Erst Ende der 1930er Jahre kehrt sie wieder zu klaren Formen zurück. Die Bleistiftzeichnung Sans titre, 1930 (Kat.-Nr. 1033) ist ein intakt gebliebenes Werk aus dieser Zeit, vieles andere aus dieser Schaffensphase soll die Künstlerin später vernichtet haben. Die Jahre 1952/53 bis 1973 markieren Marcelle Cahns Hauptwerk, dessen Kennzeichen eine vom Objekt losgelöste, rein geometrisch-lineare Abstraktion ist, beispielhaft zu sehen in der Arbeit Dessin (A1), 1961 (Kat.-Nr. 1034). Erweitert wird ihr Œuvre durch zahlreiche Collagen, Halbreliefs und Skulpturen, die sie “Spatiaux” nannte. Die Entdeckung der Technik der Collage gestattet der Künstlerin grösstmögliche Freiheit, sowohl in der Komposition, als auch in der Materialwahl. Neben der Benutzung verschiedener Papiersorten, Kartons, Etiketten und Object trouvé verwendet die Künstlerin Fotografien eigener Werke als Unterlage für Collagen; ein Beispiel ist das Werk Sans titre, 1966 (Kat.-Nr. 1035). Quellen: - Marie Luise Syring. Marcelle Cahn, Vom Purismus zur puristischen Abstraktion. Zürich, Galerie Schlégl, 1983. - Marie Luise Syring, István Schlégl. Geometrische Abstraktion, Werke aus Amerika und Frankreich 1920-1980. Zürich, Galerie Schlégl, 1983. - Website Cercle des Amis de Marcelle Cahn (CAMC) www.marcelle-cahn.fr (Zugriff 15.2.2011)

1030 Cahn Marcelle 1895-1981 F Peinture-relief, 1961 Tempera und Holz-Collage auf Holzplatte. H 500 mm B 730 mm. Rückseitig signiert und datiert. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. (CHF 3’000.-/5’000.-) (EUR 2’300.-/4’000.-) (USD 3’300.-/5’400.-)

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